Das Insolvenzrecht wird in unserem Büro von
Herrn Rechtsanwalt Dobler
bearbeitet.

Insolvenzrecht


Die Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit der Menschen in Deutschland nimmt zu. Sowohl bei Verbrauchern als auch bei Einzelunternehmern gibt es immer häufiger das Phänomen, dass diese Personen ihre Schulden nicht mehr begleichen können. Es kommt zu einem Kreislauf, aus dem man nicht mehr entweichen kann. Es wird versucht, die dringendsten Löcher zu stopfen, gleichzeitig werden neue aufgerissen. Die betroffenen Personen geraten in einen Abwärtsstrudel, die Situation wird zunehmend hoffnungslos. Der Gesetzgeber hat dieses Phänomen schon in den 90er Jahren erkannt und darauf mit der Insolvenzordnung reagiert. Er hat eine Möglichkeit der Entschuldung geschaffen, von der leider immer noch viel zu wenige Menschen wissen, dass es sie gibt. Vereinfacht ausgedrückt ist es für die betroffenen Personen möglich, binnen einer Zeit von 6 Jahren ihre gesamten Schulden loszuwerden. Das Verfahren hierzu ist etwas bürokratisch aber dafür gibt es die zuständigen Schuldnerberatungsstellen bzw. auch darauf spezialisierte Rechtsanwälte. Wir dürfen Ihnen nachfolgend mit einigen Stichworten dieses sogenannte Verbraucherinsolvenzverfahren schildern und Sie ermutigen, sich bei Fragen vertrauensvoll an uns zu wenden.

Überblick

Ziel einer Insolvenz ist es, einer überschuldeten Person aus der wirtschaftlichen Krise zu helfen und sie von ihren Verbindlichkeiten zu befreien, wenn nötig auch gegen den Willen der Gläubiger. Der Gesetzgeber bietet dem Schuldner die Chance auf einen Neuanfang.

Beim Verbraucherinsolvenzverfahren wird zunächst auf eine gütliche Einigung zwischen Schuldner und Gläubiger abgezielt. Manche Gläubiger verzichten möglicherweise ganz oder teilweise auf ihre Forderung. Auf diese Weise kann der Schuldner seine Verbindlichkeiten ohne Gefährdung seiner Existenz begleichen.

Die regelmäßige Dauer eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens beträgt 6 Jahre. Nach Ablauf dieser sogenannten Wohlverhaltensperiode kann das Insolvenzgericht Sie von Ihren Schulden befreien, selbst wenn der Großteil Ihrer Verbindlichkeiten noch nicht getilgt wurde.

Sollten Sie sich entscheiden eine Verbraucherinsolvenz durchzuführen, beraten wir Sie gerne über mögliche Vor- oder Nachteile eines solchen Verfahrens und stehen Ihnen bei der Abwicklung jederzeit zur Seite.

Überschuldung

Sie haben Schulden und wissen nicht, wie Sie Ihre Gläubiger befriedigen sollen? Sie wünschen sich einen Neuanfang? Das Insolvenzverfahren bietet Ihnen diese Möglichkeit.

Welche Schritte muss ich gehen?

Stellen Sie die Unterlagen Ihrer Gläubiger, z. B. Rechnungen, Mahnungen, Vollstreckungsbescheide übersichtlich zusammen. Mit dieser Zusammenstellung wenden Sie sich an das Amtsgericht Ihres Bezirkes. Der zuständige Rechtspfleger wird Ihnen anhand Ihrer Unterlagen einen Beratungshilfeschein für das außergerichtliche Verbraucherinsolvenzverfahren ausstellen. Damit wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt und Sie haben lediglich 10,00 € für das gesamte außergerichtliche Verfahren zu entrichten.

Außergerichtliches Verbraucherinsolvenzverfahren

Anhand Ihrer Unterlagen setzen wir uns mit Ihren Gläubigern in Verbindung und erarbeiten unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse einen Schuldenbereinigungsplan, den wir an alle Gläubiger versenden. Ihre Gläubiger haben nun die Wahl, diesem Plan zuzustimmen oder ihn abzulehnen. Stimmen alle Gläubiger zu und liegt Ihr Einkommen über der Pfändungsfreigrenze wird dieser Betrag quotenmäßig auf die Gläubiger verteilt und somit Ihre Verbindlichkeit Monat für Monat sechs Jahre lang getilgt, ohne Ihre Existenz zu gefährden. Sollten nicht alle Gläubiger dem Schuldenbereinigungsplan zustimmen, stellen wir Ihnen eine Bescheinigung über das Scheitern der außergerichtlichen Verhandlung aus, welches die Grundlage für das gerichtliche Verbraucherinsolvenzverfahren darstellt.

Gerichtliches Verbraucherinsolvenzverfahren

Ist das außergerichtliche Insolvenzverfahren für gescheitert erklärt worden, können Sie nun einen Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht stellen. Grundlage hierfür ist die Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuches. Die Verbindlichkeiten gegenüber Ihren Gläubigern werden quotenmäßig erfasst. Sollte Ihr Einkommen die Pfändungsfreigrenze überschreiten, wird Ihnen dieser Betrag von dem Ihnen zugeteilten Treuhänder weggenommen und nach den ermittelten Quoten an Ihre Gläubiger verteilt. Liegt Ihr Einkommen jedoch unter der Pfändungsfreigrenze, kann Ihnen auch nichts weggenommen werden.
Download PDF "Pfändungsfreigrenzen"

Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens

Neben dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, stellen Sie auch einen Antrag auf Restschuldbefreiung beim zuständigen Insolvenzgericht. Das bedeutet, dass Sie nach einer Wohlverhaltensperiode von 6 Jahren von den noch verbleibenden Zahlungsverpflichtungen befreit und somit schuldenfrei werden können.

Wohlverhaltensperiode

Die Wohlverhaltensperiode beträgt 6 Jahre und beginnt mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Innerhalb dieser Zeit wird Ihr Einkommen von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verwaltet. Sie dürfen in dieser Zeit keine neuen Verbindlichkeiten eingehen, müssen eventuelle Wohnsitzwechsel, Erbschaften und Schenkungen mitteilen. Außerdem sind Sie verpflichtet, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen oder sich darum zu bemühen, eine zumutbare Tätigkeit zu erlangen.

Wir informieren Sie gerne über den möglichen Ablauf Ihres Falles und entstehende Kosten. Scheuen Sie sich nicht zu fragen.

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